D. Belichtung | Nikon D5100-Anleitung

Level:Spezialwissen
Anwendung:Praxis

Alle D5100-Einstellungen rund um die Belichtung, sprich, alles, was zu einer Kombination aus Blende, Belichtungszeit und ISO und damit der Bildhelligkeit führt, auf einer Seite.

Kamera-Modus

Auch hier die Erinnerung an den Kamera-Modus: Nur in P, S, A, M kannst du alle Einstellungen zur Belichtung wirklich nutzen.

Belichtungsmessung starten

Was | Mit dem Starten der Belichtungsmessung passieren zwei Dinge:

Falls du eine Belichtungskorrektur eingestellt hast, fließt sie als Korrektur zur gemessenen Motivhelligkeit ein.

Wo & Wie | Die Belichtungsmessung der D5100 startet immer mit dem Antippen des Auslösers = vorsichtigem Drücken bis du einen leichten Widerstand spürst.

In Nikons Voreinstellungen passt sich die Belichtungsmessung laufend an, wenn du den Bildausschnitt veränderst. Anders ist es nur, wenn du gleichzeitig den Belichtungsspeicher aktivierst.

Abschalten des Belichtungsmessers | Im Menü Individualfunktionen c2 Ausschaltzeiten kannst du beeinflussen, wie lange die Belichtungsmessung nach dem Loslassen des Auslösers aktiv bleibt.

Belichtungsspeicher

Was | Belichtungsspeicher bedeutet, dass eine gemessene Belichtung erhalten bleibt, auch wenn du den Bildausschnitt änderst, ihn auf hellere oder dunklere Stellen zeigen lässt.

Wo & Wie | In Nikons Voreinstellungen musst du die AE-L/AF-L-Taste zusätzlich zum angetippten Auslöser drücken, um den Belichtungsspeicher zu aktivieren. Und sie solange gedrückt halten, wie du die Belichtung behalten möchtest.

Im Sucher erscheint solange links unten eine Anzeige AE-L, für auto exposure lock.

Achtung: Mit Nikons Voreinstellungen wird gleichzeitig auch der Autofokus eingefroren, sprich die fokussierte Entfernung beibehalten.

Verhalten der AE-L-/AF-L-Taste | Du kannst es ändern, im Menü Individualfunktionen f2 AE-L/AF-L-Taste.

Zum Beispiel kannst du dafür sorgen, dass die Taste nur die Belichtung ohne den Autofokus speichert. Oder wenn du es unbequem findest, den Auslöser und diese Taste gleichzeitig zu drücken, kannst du den Menüpunkt Belichtung speichern ein/aus wählen. Dann genügt ein Druck auf die AE-L/AF-L-Taste und die Belichtung bleibt gespeichert, bis du die Taste erneut drückst.

Die D5100 kann auch den Belichtungsspeicher sofort aktivieren, wenn du den Auslöser antippst. Dann verhält sie sich wie eine Einsteiger-Kamera – misst die Belichtung beim Antippen des Auslösers und hält sie, bis du den Auslöser loslässt und neu antippst. Wenn du das möchtest, wähle im Menü Individualfunktionen c1 Auslöser den Eintrag Ein.

Belichtungsspeicher auf die Funktionstaste legen | Das ist eine weitere Möglichkeit, du kannst es im Menü Individualfunktionen f1 Funktionstaste erreichen.

Es ist Geschmackssache, wofür du dich entscheidest. Mit diesen Optionen hast du die Wahl, die AE-L/AF-L-Taste auch für etwas anderes als den Belichtungsspeicher zu verwenden.

Belichtungs-Messmethode

Wo | Die Belichtungs-Messmethode findest du in den Aufnahme-Informationen:

Nikon-Symbol Matrixmessung Matrix-Messung = Helligkeitsmessung mit 2016 Sensoren über die gesamte Bildfläche und Auswertung mit komplexer Logik der Kamera-Elektronik

Nikon-Symbol mittenbetonte Integralmessung Mittenbetonte Integralmessung = Messung der Helligkeit über die gesamte Bildfläche mit höherer Gewichtung der Bildmitte (einem Kreis mit Durchmesser von ca. 50% der Bildhöhe)

Nikon-Symbol Spot-Belichtungsmessung Spot-Messung = Messung der Helligkeit ausschließlich in einem kleinen Kreis um den aktiven Autofokus-Sensor oder die Bildmitte. Der Durchmesser des Spot-Messbereichs ist nur ca. ein Zehntel der Bildbreite, leider nicht im Sucher markiert.

Belichtungskorrektur

Was | Eine Belichtungskorrektur lässt ein Foto heller oder dunkler als mit der automatisch gemessenen Belichtung ausfallen. Du kannst sie zu jeder Messmethode als selbst gewählte Korrektur anbringen.

Wo | Den Auftrag für eine Belichtungskorrektur nimmt die D5100 mit der +/-Taste und gleichzeitigem Drehen am Einstellrad entgegen.

Die Taste ist eine Abkürzung in die Aufnahme-Informationen; über die i-Taste kannst du dasselbe erreichen.

Die ISO-Empfindlichkeit

Was | Du kannst zum einen den ISO-Wert selber wählen und zum anderen entscheiden, ob und wie du die D5100 mit der ISO-Automatik mitreden lässt. 

Wo & Wie | Die ISO-Empfindlichkeit findest du am einfachsten in den Aufnahme-Informationen.

Wenn du sie einstellen möchtest, ohne die Kamera vom Auge zu nehmen, lässt sich die Funktionstaste im Menü Individualfunktionen f1 Funktionstaste mit der ISO-Einstellung belegen.

Die ISO-Empfindlichkeit kann ständig im Sucher sichtbar sein – wenn du das Menü Individualfunktionen d2 ISO-Anzeige auf Ein schaltest.

Die ständige Anzeige des ISO-Wertes im Sucher ist nützlicher als der sonst dort zu sehende Zähler für verbleibende Bilder. Den verlierst du nicht, er erscheint noch in den Aufnahme-Informationen auf dem Monitor.

ISO-Automatik | Du kannst sie im Aufnahme-Menü ISO-Empfindlichkeits-Einst. ein- und ausschalten. Daneben erlaubt dieses Menü, den ISO-Wert wie in den Aufnahme-Informationen zu ändern.

So arbeitet die ISO-Automatik:

  • Die D5100 verwendet den von dir eingestellten ISO-Wert, solange die Belichtungszeit kürzer als die eingestellte längste Belichtungszeit ist. Die längste Belichtungszeit ist beim Wert AUTO von der Brennweite abhängig.
  • Wenn die Belichtungszeit länger zu werden droht, erhöht die D5100 automatisch den ISO-Wert bis zu dem von dir gewählten Höchstwert.
  • Erst wenn der maximale ISO-Wert erreicht ist, lässt die D51000 längere Belichtungszeiten zu.

Die ISO-Automatik hat bei der D5100 zwei kleine Tücken:

  • Wenn du bei schwachem Licht mit Blitz fotografierst, wird die ISO-Automatik trotzdem die ISO-Empfindlichkeit erhöhen, auch wenn dies aufgrund des Blitzes vielleicht gar nicht nötig ist.
  • Die ISO-Empfindlichkeit bleibt auch aktiv, wenn du die manuelle Belichtungssteuerung, Kamera-Modus M verwendest. Das kann man auch als Vorteil sehen – es macht den für manuelle Belichtung gedachten Modus M zu einer Belichtungsautomatik, die zu vorgegebener Blende und Belichtungszeit den ISO-Wert anpasst.

Belichtungssteuerung

Was | Zu jeder gemessenen Bildhelligkeit plus eventueller Belichtungskorrektur passen eine Reihe von Kombinationen aus ISO, Belichtungszeit und Blende, die die gleiche Bildhelligkeit ergeben. Belichtungssteuerung bedeutet, aus den möglichen Kombinationen eine auszuwählen.

Wo & Wie | Die Belichtungssteuerung hängt am Kamera-Modus.

P, AUTO, NIkon-Symbol Blitz aus sowie SCENE, EFFECTS und die Motivprogramme dazwischen = Programmautomatik, die D5100 schlägt Blende und Belichtungszeit vor, sowie in allen außer P auch den ISO-Wert.

In Programmautomatik P kannst du mit Drehen des hinteren Einstellrads die Blende-Belichtungszeit-Kombination ändern.
Das heißt Programmverschiebung oder englisch program shift, die Anzeige des Kamera-Modus ändert sich von P zu P*.
Wenn sich beim Drehen des hinteren Einstellrads Blende und Belichtungszeit nicht ändern, hast du wahrscheinlich die größt- oder kleinstmögliche Blende deines Objektivs erreicht.

S = Blendenautomatik , du wählst eine Belichtungszeit mit dem Einstellrad und die D5100 die passende Blende.

A = Zeitautomatik, du wählst eine Blende mit dem Einstellrad und die D5100 die passende Belichtungszeit.

M = Manuelle Steuerung, du wählst

  • die Belichtungszeit mit dem Einstellrad und
  • die Blende mit dem Einstellrad zusammen mit der Belichtungskorrektur-Taste. Das neben ihr gedruckte Blendensymbol weist auf diese Doppelfunktion hin.

...und noch zwei spezielle Einstellungen zur Belichtung

Kurz und bündig, und wirklich sehr speziell:

Die Schrittweite bei Änderungen von Blende, Belichtung, ISO beträgt in Nikons Voreinstellungen 1/3 Lichtwert-Stufen. 

Du kannst das im Menü Individualfunktionen b1 Belichtungswerte auf 1/2 Lichtwert-Stufen ändern.

Skala für Belichtungskorrekturen und Drehrichtung der Einstellräder | Während des Einstellens einer Belichtungskorrektur erscheint im Sucher unten eine Skala, mit der üblichen Reihenfolge - 0 +, also negative Werte links. Passend dazu ist das Einstellrad nach links für kleinere und nach rechts für größere Werte zu drehen.

Man kann beides umdrehen, um ein Verhalten einzunehmen, das einige Jahrzehnte eine Eigenheit der Nikon-Kameras war. Die Menüs Individualfunktionen f3 Auswahlrichtung und f5 Skalen spiegeln würden das besorgen, wenn du es aus irgendwelchen Gründen möchtest.


Kommentare oder Fragen? Eintippen und abschicken!

-